Presse
18.04.2018 | MAZ - Kyritzer Tageblatt 18.4.2018 / Alexander Beckmann
Neustadt. Die Stadt Neustadt legt gegen den aktuellen Entwurf des
Landesentwicklungsplanes Berlin-Brandenburg in wesentlichen Punkten Widerspruch ein. Bei seiner Sitzung am Montag verständigte sich der Hauptausschuss der Stadtverordneten auf eine entsprechende Stellungnahme. Im Vorfeld hatte auf Einladung der Neustädter CDU-Fraktion der CDU-Landtagsabgeordnete Henryk Wichmann aus Lychen mit
Stadtverordneten über den Stand der Landesentwicklungsplanung diskutiert. Er ist stellvertretender Vorsitzender der Enquetekommission „Zukunft der ländlichen Regionen vor dem Hintergrund des demografischen Wandels“ des Landtages. Wichmann unterstützte die Neustädter in ihren Vorbehalten. Gleich zur Einleitung nannte Bürgermeister Karl Tedsen (CDU) den Wohnungsbau als einen Schwerpunkt. Der Planentwurf sieht nämlich deutliche Einschränkungen bei der Erschließung neuer Wohnbauflächen in kleineren Kommunen vor. Und zu denen wird auch Neustadt gezählt. „Die Einwohnerzahl spiegelt ja nicht das wider, was wir als Kommune alles vorhalten“, wandte Karl Tedsen dagegen ein. „Wir sind das Einfallstor für den Amtsbereich und das Kleeblatt.“ Ute König (SPD) bekräftigte das: „Unsere Amtsstruktur findet sich in dem Entwurf nicht wieder. Wir sind ja mehr als nur ein Ort mit 3700 Einwohnern.“ Auch Sigrid Nau (CDU) forderte: „Es muss eine Regelung für die Ämter geben.“ Die sollten
den Großgemeinden gleichgestellt sein. So oder so widerspreche die Beschränkung des Wohnungsbaus auf ausgewählte Zentren der Realität,
betonte Karl Tedsen: „Es zieht die jungen Familien aus Berlin raus.“ Gerade auch die Region um Neustadt sei angesichts ihrer guten Verkehrsanbindung
für Großstädter zunehmend attraktiv. Amtsdirektor Dieter Fuchs bestätigte das: „Die Bevölkerungszahl im Amt ist im letzten Jahr um etwa 50 gewachsen
– aufgrund der Zuzüge.“ Schon das stelle die Prognosen in Zweifel, die dem Planentwurf zugrunde liegen. Die Geschäftsführerin der Neustädter Gestüte Regine Ebert stellte fest: „Die Frage der Bebauung ist für mich auch eine Frage der Fachkräftesicherung.“ Junge Fachleute wollten eben vernünftig wohnen. Man könne ja nicht die Alten an die Luft setzen, um Platz für Zuzügler zu schaffen. Die Stadtverordneten in der Runde waren sich einig: Neustadt hält mit Einrichtungen wie der Schule, den Kitas, Freizeiteinrichtungen,
Arztpraxen, dem Gestüt, dem Verkehrsknotenpunkt rund um den Bahnhof und anderem deutlich mehr bereit als eine x-beliebige Landgemeinde. Das müsse auch im Landesentwicklungsplan Berücksichtigung finden. Und: „Man muss
immer wieder betonen, dass die Finanzierung nicht gesichert ist, um all diese Dinge vorzuhalten“, betonte beispielsweise Edmund Bublitz (CDU). Neustadt fordert in seiner Stellungnahme, dass im Landesentwicklungsplan zu den Kategorien „Metropole“, „Oberzentrum“ und „Mittelzentrum“ auch das „Grundzentrum“ wieder eingeführt wird. Als solches war Neustadt bis 2008
eingestuft, als die Kategorie ersatzlos gestrichen wurde. Landespolitiker Henryk Wichmann gab den Neustädtern Recht: „Dieser Landesentwicklungsplan fördert eigentlich nur die erste Reihe rund um Berlin.“ Der ländliche Raum werde praktisch aufgegeben. Dabei sei gerade dort in jüngster Zeit eine positive Entwicklung zu beobachten – auch durch den Zuzug
aus den Ballungsgebieten. Wichmann kritisierte zudem, dass der in seinen Vorgaben verbindliche Plan nur vom Kabinett verabschiedet werden soll und nicht vom Parlament: „Das ist ein Demokratiedefizit, das 2018 eigentlich nicht mehr sein kann.“ Er forderte: „Wir müssen politisch so großen Druck machen,
dass die Landesregierung einlenken muss.“

17.04.2018 | MAZ - Ruppiner Tageblatt 17.4.2018 / Andreas Vogel
Neuruppin. Darf sich die Fontanestadt Hoffnung machen, doch noch Standort einer Bundesbehörde zu werden, vielleicht der der Bundesautobahngesellschaft, die die Maut-Einnahmen kontrollieren soll?
Landrat Ralf Reinhardt (SPD) will sich jedenfalls dafür einsetzen. Reinhardt verwies bei einer Gesprächsrunde mit vier von fünf Landratskandidaten am Sonnabend im Rheinsberger Jugendclub Pavillon darauf, dass der sogenannte Ostbeauftragte der neuen Bundesregierung, Christian Hirte (CDU) aus Thüringen, gerade erst betont hat, dass neue Bundesbehörden vor allem in den neuen Bundesländern angesiedelt werden sollten. Diese Worte kennt Neuruppin seit Jahren – gebracht haben sie für die Stadt jedoch bisher nichts. Dabei hatte sich Neuruppin sogar schon einmal als Standort für eine Außenstelle des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) gegen die Messestadt Leipzig durchgesetzt. Das war 2005, doch gebaut wurde die
Außenstelle für 70 Mitarbeiter, die prüfen, wie sicher Lebens- und Futtermittel,
Spielzeug und Kosmetika sind, weder in der Fontane- noch in der Messestadt, sondern in der Hauptstadt Berlin. „Wir haben noch eine Rechnung mit dem Bund offen“, sagte gestern Neuruppins Bürgermeister Jens-Peter Golde. Soll heißen: Neuruppin will nicht locker lassen, damit in der Fontanestadt eine Bundesbehörde oder wenigstens die Außenstelle einer Bundesbehörde angesiedelt wird. „Wir haben genügend Platz für Räumlichkeiten“, so Golde.
Seinerzeit hatten sich sowohl die schwarz-gelbe als auch die rot-grüne
Bundesregierung mehr oder weniger deutlich für die Fontanestadt als Standort für eine Außenstelle des Bundesinstituts für Risikobewertung ausgesprochen. Sogar ein Standort war damals schon ausgeguckt: Erst war von der Panzerkaserne in der Nähe des Oberstufenzentrums die Rede, später von
einem Neubau am Bahnhof Neuruppin-West auf der grünen Wiese. Weil das Versprechen zum Ansiedeln der Außenstelle nicht gehalten wurde, hatten Vertreter der CDU-CSU-Bundestagsfraktion später zwar erklärt, Neuruppin
nicht hängen lassen zu wollen. Aber effektiv getan hat sich bislang nichts
– und es ist auch unklar, ob die Stadt diesmal mehr Glück haben wird mit
ihrem Wunsch. „Die Autobahngesellschaft ist noch nicht einmal gegründet“, sagte gestern der Neuruppiner CDU Bundestagsabgeordnete Sebastian
Steineke. Außerdem sei noch unklar, wie groß diese Behörde werden soll und welche Voraussetzungen ein Standort dafür erfüllen müsste. Steineke riet deshalb zur Vorsicht. Zugleich versicherte er, dass sich die ostdeutschen Bundestagsabgeordneten darüber einig seien, dass neue Bundesbehörden vorrangig im Osten Deutschlands angesiedelt werden. Das hilft im Zweifel nicht viel: Die Abgeordneten aus den alten Bundesländern sind klar in der
Überzahl. Gleichwohl wird auch Kirsten Tackmann (Linke) aus Tornow bei
Kyritz nicht müde, den Bund zu ermahnen. Dieser habe gegenüber Ostprignitz-Ruppin sogar eine Art „Bringeschuld“, so Tackmann.
Schließlich sei die Region durch den Bund geschwächt worden sei, weil
die rund 50 Mitarbeiter des Friedrich-Loeffler-Instituts in Wusterhausen, die dort seit 1982 nach den Ursachen von Tierseuchen forschten, Ende 2013 in einen Neubau auf der Ostseeinsel Riems umziehen mussten (die MAZ berichtete). „Dafür wurde der Region ein Ausgleich versprochen, der bis heute
nicht erbracht wurde“, so Tackmann. Die Politikerin geht aber nicht davon aus, dass es so schnell eine Entscheidung zum Standort der Autobahngesellschaft geben wird. Denn erst einmal müssten die Haushaltsverhandlungen dazu beginnen. Hinzu kommt, dass immer noch nicht klar ist, wie groß die Behörde
eigentlich werden soll. Klar sei, dass die Strukturen gebündelt und keiner der Beschäftigten, die sich jetzt bei den Ländern um die Autobahnverwaltung
kümmern, gegen seinen Willen versetzt werden soll, sagte ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums in Berlin. Diese Vorgaben sprechen eher dagegen, dass die Behörde in Neuruppin angesiedelt wird statt in einer Großstadt. CDU-Mann Steineke glaubt dennoch an eine Chance für die Fontanestadt. Denn der Bund wolle in naher Zukunft noch eine oder zwei
weitere Behörden schaffen, so der Abgeordnete, ohne Details verraten zu wollen. Nur so viel: Demnach geht es in dem einen Fall darum, wie die Sicherheit von Informationstechnik (IT) auch in Zeiten, in denen Hacker nahezu täglich für neue Schlagzeilen sorgen, gewährleistet werden kann. Steineke will, sollten sich diese Pläne bestätigen, dann auf jeden Fall den Hut für Neuruppin als Standort in den Ring werfen. Doch auch für dieses Projekt gilt: Vorsicht vor zu großen Hoffnungen.

17.04.2018 | MAZ - Ruppiner Tageblatt 17.4.2018
Rheinsberg. Zum nächsten Heimatgespräch lädt die CDU von
Ostprignitz-Ruppin am morgigen Mittwoch in Rheinsberg ein. Landratskandidat Sven Deter stellt sich ab 18 Uhr im Restaurant „Zum Jungen
Fritz“, Schlossstraße 8, vor. Auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Sebastian Steineke und der CDU-Landtagsabgeordnete Jan Redmann werden vor Ort sein.
Am kommenden Sonntag wird in Ostprignitz-Ruppin ein neuer Landrat gewählt.

16.04.2018 | Ruppiner Anzeiger 16.4.2018
Neustadt/Rheinsberg. Die CDU lädt zu zwei weiteren ihrer Heimatgespräche
ein. So sind Landratskandidat Sven Deter, Bundestagsmitglied Sebastian Steineke und Landtagsmitglied Jan Redmann am Mittwoch, 18. April, im Rheinsberger Gasthaus „Zum jungen Fritz“ anzutreffen. Beginn dort ist um 18 Uhr. Einen Tag darauf, 18. April, wird Deter in Olafs Werkstatt in Neustadt mit Einwohnern ins Gespräch kommen. Hauptthema dann ist unter anderem die Bahnanbindung. Deshalb ist auch der CDU Verkehrsexperte Rainer Genilke vor Ort dabei. Beginn ist um 18 Uhr.

14.04.2018 | MAZ - Kyritzer Tageblatt 14.4.2018 / Matthias Anke
Dreetz. Als in Dreetz 2016 in eine nagelneue Milchviehanlage investiert
wurde trotz des damals akuten Milchpreisverfalls, da schauten viele Augen auf die Agrargenossenschaft „Rhinluch“. Nach nun fast zwei weiteren Jahren steht noch nicht immer alles zum Besten. Doch: „Solche Anlagen sind Zukunftsanlagen. Es werden andere sein, die vom Markt gehen müssen“, sagte am Freitagnachmittag der sichtlich begeisterte neue Parlamentarische
Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft,
Michael Stübgen (CDU). Stübgen war nur einer der Gäste von Rhinluch-Chef Detlef Peters. Um sich über die aktuelle Situation dieses Agrarbetriebs zu informieren, kamen auch der CDU-Bundestagsabgeordnete für die Region, Sebastian Steineke, die Vizevorsitzende des CDU-Kreisverbands, Sigrid Nau, und Landwirt Sven Deter. Deter ist zugleich Präsident des Kreisbauernverbandes sowie Vizepräsident des Landesbauernverbands und ebenso von der CDU. Deter wirbt derzeit für sich, um am 22. April zum neuen Landrat von Ostprignitz-Ruppin gewählt zu werden. Doch das wurde in Dreetz
nicht thematisiert. Wichtiger waren Themen wie die Agrarförderung, Düngemittelverordnung und eben die Milchpreissituation. Staatssekretär Stübgen verwies beispielsweise auf eine Fraktionsarbeitsgruppe, die sich auf
Bundesebene mit dem Thema Milch als Futter in der Schweinemast beschäftigt. Detlef Peter berichtete, wie sehr die Preisturbulenzen seinen Betrieb belasteten. So erhielt die Agrargenossenschaft 2016 für ihre Milch so
wenig Geld wie nie zuvor und baute trotzdem den Stall fertig. Denn als vier Jahre vorher die Planung dazu begann, sei eine derart dramatische Entwicklung noch nicht abzusehen gewesen. Es blieb nur die Hoffnung, dass die Milchpreise wieder steigen. Doch sie sackten auf unter 20 Cent pro Liter ab und erholten sich nur langsam. „Wir waren jetzt endlich bei deutlich mehr als 30 Cent, doch es geht schon wieder leicht bergab“, sagte der Genossenschaftschef. Erst 35 Cent/Liter wären ein Betrag, mit es sich zu arbeiten lohne. Rund zwei Millionen Euro kostete der 2016 bezogene Kuhstall. Im Jahr zuvor wurde ein neues Melkkarussell für 1,5 Millionen Euro in Betrieb genommen, jeweils inklusive Fördergeldern. Dass Stübgen dieser Anlage eine Zukunft bescheinigt, liegt an dem außergewöhnlich hohen Standard, den Peter erläuterte: 500 Tiere haben Platz. Sie leben nicht zwischen Metallgittern oder auf hartem Boden, sondern haben es bequem dank Kunststoff. Eine Art Massagegerät können sie ansteuern. Lüftung, Licht und damit die Temperatur werden vollautomatisch geregelt. Die Agrargenossenschaft zählt 90 Mitglieder und hat fast 40 Beschäftigte. Der Jahresmilchertrag liegt bei sechseinhalb Millionen Litern und ist nicht das einzige Standbein. Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Futtermais, Raps, Möhren, Kartoffeln und Triticale werden in Dreetz auf 2000 Hektar angebaut.

14.04.2018 | MAZ - Westhavelländer 14.4.2018 / Norbert Stein
Rathenow. Man kann ihn klassisch mit Schinken oder Schnitzel genießen.
Oder einfach mit zerlassener Butter. Und es gibt noch viel mehr Variationen, um Spargel zu genießen. Möglichkeiten dafür wird es in den kommenden Wochen reichlich geben. Genießer müssen nun nicht mehr auf die edlen Gemüsestangen aus havelländischem Boden warten. Der lange Winter mit frostigen Temperaturen im März hat ihnen ja auch schon genug Geduld abverlangt. Zwölf Grad Erdwärme benötigt der Spargel an seiner Pflanze, rund 40 Zentimeter tief in der Erde, damit er zu wachsen beginnt. Das sonnige
Frühlingswetter und weiße Tunnelfolie haben in den vergangenen Tagen für ausreichend Wärme in den Erdwällen gesorgt. Der Spargel sprießt zwar noch
nicht in vollen Zügen. „Aber er wächst und so stoßen die ersten Spargelköpfe nun aus den Erdwällen“, sagt Gabriele Feiler vom Spargelhof Spaatz. Und so hat in Spaatz am Freitag die Spargelsaison begonnen. Uwe Feiler, der Ehemann der Chefin und Abgeordneter im Deutschen Bundestag, hat gestern gemeinsam mit seinem Kollegen Sebastian Steineke und dem Vizepräsidenten des Brandenburger Landtages, Dieter Dombrowski, (alle
CDU), zum Saisonauftakt den ersten Spargel geerntet. „Der Spargel hat eine gute Qualität“, urteilt Dieter Dombrowski, nachdem er die ersten Stangen gestochen hat. Spaatz gehört zum Wahlkreis von Sebastian Steineke. Ihm ist wichtig, dass der Spargel im Naturpark Westhavelland geerntet und in der
Region vermarktet wird. Bei gutem Frühlingswetter werden die weißen
Stangen in nächster Zeit täglich bis zu sieben Zentimeter wachsen. „Nächste Woche dürfte der Spargel richtig wachsen“, ist Gabriele Feiler zuversichtlich.
Dann wird der Spargelhof Spaatz auch seine Verkaufsstände in Rathenow,
Premnitz, Rhinow und Dallgow öffnen. Zunächst wird der Spargel im Hofladen in Spaatz verkauft. Zudem beliefert das Unternehmen rund 20 Gaststätten in der Region mit Spargel. Eine Prognose, wie die Saison wird, möchte Gabriele Feiler noch nicht wagen. „Jedes Jahr ist anders und der Ernteverlauf ist vor allem auch vom Wetter abhängig“, sagt sie. Uwe Feiler ist optimistisch und
rechnet mit einer ordentlichen Saison. „Etwa 30 Tonnen sollten am 24. Juni zum Saisonabschluss schon in den Ertragsbüchern des Spargelhofes stehen“, meint er, und das wäre dann ein gutes Jahr. In Spaatz wird seit mittlerweile
27 Jahren Spargel angebaut. 2018 wächst das Edelgemüse auf insgesamt
6,4 Hektar. Geerntet wird in den kommenden Wochen zunächst eine frühe Spargelsorte, von einem 2,6 Hektar großen Feld. Die Folie über den Erdwällen sichert dem Hof eine frühere und vom Wetter unabhängigere Ernte. 25 Mitarbeiter sind mit dem Spargel beschäftigt. Neun Saisonarbeiter aus Polen erledigen, wie schon in den Vorjahren, die Arbeit auf dem Feld. Maschinen – Spargelspinnen genannt – erleichtern das Aufdecken der Folie, um die Stangen stechen zu können. Auch die Arbeit auf dem Hof wird
zunehmend maschinell erledigt. Dafür sorgen Automaten, mit denen der Spargel sortiert und auf Kundenwunsch geschält wird. Auf 2,2 Hektar wurde zuletzt neuer Spargel gepflanzt, der in drei Jahren geerntet werden kann. Darunter erstmals auch 2200 Pflanzen Grüner Spargel.

13.04.2018 | MAZ - Ruppiner Tageblatt 13.4.2018 / Dirk Becker
Neuruppin/Wustrau. Es fühlt sich schon etwas buckelig unter normalen
Schuhsohlen an, läuft der Besucher über den Fußballrasen beim TSV Wustrau. DFB-Präsident Reinhard Grindel und Siegfried Kirschen, Präsident des Fußball-Landesverbandes (FLB), bemerkten das ebenfalls am Mittwoch bei ihrem Besuch auf dem Frank-Jeske-Sportplatz am Mühlenberg. Die Anlage mit einem Haupt-, einem Neben- und einem Bolzplatz in der 1000-Seelen-Gemeinde hat bereits 50 Jahre auf dem Buckel. Eine Sanierung ist dringend erforderlich, allerdings kann die zuständige Fehrbelliner Bürgermeisterin Ute Behnicke da wenig helfen, und ein Antrag beim Landessportbund auf Förderung wurde erst einmal auf Eis gelegt. „Wir müssten einen Nutzungsvertrag von 25 Jahren vorweisen“, sagt Ingo Lamprecht, Vorsitzender des TSV Wustrau. Tatsächlich weist der Vertrag mit dem Fehrbelliner Rathaus eine dreijährige Nutzung aus. Während sich die
Gäste von DFB und FLB verspäteten, blieb Zeit, sich in kleiner Runde zu verständigen. Behnicke, Lamprecht und Kreissportbund-Geschäftsführer
Thomas Krieglstein erörterten Lösungsvorschläge auf kurzem Wege. Und dann kam die schwarze Limousine mit dem mächtigsten Mann Fußball-Deutschlands angefahren, eskortiert von Sebastian Steineke, CDU-Bundestagsmitglied, der Grindels Besuch erst möglich gemacht hatte. Man kennt sich aus gemeinsamen Bundestagszeiten. „Ich hatte ihn letztes Jahr schon gefragt, der Termin im Mai konnte dann aber nicht stattfinden. Ich habe
ihn dann gebeten, einen neuen Termin vorzugeben“, sagte Sebastian
Steineke. Männermannschaften beanspruchen das Gelände und fünf
Nachwuchsteams. Alle trainieren auf den Nebenplätzen, die entsprechend
beansprucht aussehen. Der kleinste, eher ein Bolzplatz, wird auch für die Jugend des Dorfes ständig offen gehalten. „Das ist nobel, dass ihr den Platz öffnet“, sagt Grindel nach kurzer Begrüßung und Querung des Spielfelds. Das Stichwort für Ingo Lamprecht: „Ein Traum wäre ein Kunstrasenplatz.“ Den Einwurf von der Seite kontert Reinhard Grindel elegant mit einem eher fordernden Blick auf die Bürgermeisterin. Aber die hat schon vor nicht allzu langer Zeit ein Kunstrasen-Projekt beim SV 90 Fehrbellin befördert. Beim DFB ist in dieser Richtung nichts zu holen. Die Aktion der 100 Kleinplätze zu Zeiten der Weltmeisterschaft in Deutschland „ist nicht zu wiederholen“, sagt Grindel. „Fifa und Uefa nehmen zu viel weg.“ Das Thema sollte auch eine Stunde später noch die Gemüter in der Gaststätte des Volksparkstadions des MSV Neuruppin erregen. Aber zunächst wird dem Trainingstreiben des TSV-Nachwuchses zugeschaut und dem für die Arbeit mit den jungen Kickern maßgeblich Verantwortlichen und zugleich erfolgreichen Max Döbbelin ein Förderpreis des DFB überreicht. Gratulation und Urkunde, später im Jahr eine Reise in ein spanisches Trainingslager. So sieht Motivation für einen der Fußballhelden der Aktion junges Ehrenamt seitens des Deutschen Fußballbundes aus. Viel Zeit blieb nicht, um die vorbereiteten Fragen an den Präsidenten zu richten. Der Austausch von Nettigkeiten sollte allerdings nicht
zu kurz kommen. Die Vorderen der Verbände bekamen die roten TSV Fanschals vom Vorsitzenden überreicht. Im Gegenzug signierte Reinhard
Grindel Vereinswimpel. Und schon ging es im Autokorso über Land nach Neuruppin, wo den DFB-Präsidenten ein volles Haus und erwartungsvolle Gesichter erwarteten. Im flächenmäßig größten Fußballkreis Deutschlands gibt es nur den einen in Vereinshand, und der befindet sich beim SSV Einheit Perleberg. Da ist es wieder, die leidige Kunstrasenplatz-Diskussion, die auch hier letztlich abgeschmettert wird. Man bräuchte neue Programme, so Grindel. Beim Antrittsbesuch beim neuen Innenminister Horst Seehofer, der auch für den Sport in Deutschland zuständig ist, wolle er als DFB-Präsident das gerne zur Sprache bringen. „Es sollte neue Infrastrukturprogramme geben mit einem fetten Bundesanteil.“ Der MSV Neuruppin bemüht sich seit einiger Zeit intensiv, ein künstliches Geläuf auf dem weitläufigen Vereinsgelände an der Alt Ruppiner Straße zu bauen. Der Kreissportbund hilft und die anwesenden
Vereinsvertreter, allen voran der Wustrauer Ingo Lamprecht, vernahmen es mit Interesse. Was beim TSV Thema ist und war, dass mehr Trainer bei doch steigenden Nachwuchszahlen benötigt werden, ist Teil des weiteres Fragenkatalogs. „Immer nur hoffen, alles gute kommt von oben? Nein! Wir müssen aus dem Quark kommen. Wir müssen uns öffnen und auf die Leute zugehen“, erklärt Grindel. Bezahlen, nein. „Ich bin zutiefst überzeugt, wir
werden mit Geld das nicht ausgleichen können, was im Ehrenamt geleistet
wird. Wir werden das Ehrenamt nicht durch bezahltes Hauptamt ersetzen.“ Und wenn die Vereine mehr Geld benötigen, sollten doch einmal die Beiträge in ihrer Höhe überprüft werden. Bei Siegfried Kirschen und dem Landesverband ist auch für die Bezahlung von Schiedsrichtern kein Geld zu holen. Schon gar nicht für Übungsleiter über die üblichen Pauschalen
hinweg. Sollten Beiträge erhöht werden, blieben die Kinder weg. Das Argument zog nicht beim DFB-Präsidenten. „Ich will niemandem zu nahe treten. Wenn ich einen spannenden Trainer habe, bleiben die Kinder.“ Und das war es schon. Noch eine kurze Antwort zum Abschneiden der Nationalmannschaft bei der kommenden WM: Es wird schwer, erneut Weltmeister zu werden. Bei Wustraus Ingo Lamprecht und den übrigen Vertretern blieben noch Fragen offen. Was ihnen aber blieb, war ein Erinnerungsfoto.

13.04.2018 | MAZ - Ruppiner Tageblatt 13.4.2018 / Andreas Vogel
Neuruppin. In Kürze kann in der Fontanestadt eine Beratungsstelle für Menschen mit Behinderungen und deren Angehörige eröffnet werden. Der Bund werde das Projekt des Landesverbandes für körper- und
mehrfachbehinderte Menschen Berlin-Brandenburg (LVKM) mit knapp 289 000 Euro fördern, informierte gestern der CDU Bundestagsabgeordnete
Sebastian Steineke. Der Neuruppiner begrüßte die Förderung, denn eine unentgeltliche Beratung könne das Selbstbewusstsein von Menschen mit Behinderungen stärken. Davon ist Antje Binder vom Landesverband überzeugt. Sie leitet seit März bereits eine solche Beratungsstelle in Bernau
(Barnim), die an drei Tagen in der Woche geöffnet ist. „Wir werden sehr gut besucht“, sagte Antje Binder. Wo in Neuruppin die Beratungsstelle entstehen
wird, das wollte sie aber nicht sagen – weil der Verband erst einen Mietvertrag schließen kann, wenn die Zusage vom Bund schriftlich vorliegt. Verraten
hat Antje Binder lediglich, dass in Neuruppin wohl zwei Berater tätig sein werden. Der LVKM ist ein Selbsthilfeverband, der als Interessenvertretung
von Menschen mit schwerer mehrfacher Behinderung seit Jahrzehnten tätig ist. Ihm gehören vorrangig Vereine an, die sich aus Elterninitiativen entwickelt haben. In der Mark gibt es bisher zwei Beratungsstellen: in Bernau und in der Gemeinde Nuthe-Urstromtal. av

13.04.2018 | MAZ - Westhavelländer 13.4.2018
Havelland. Der Landkreis Havelland ist nun Modellkommune für das Bundes-Projekt „Demografiewerkstatt Kommunen“. Wie der Bundestagsabgeordnete für das nördliche Havelland, Sebastian Steineke (CDU), mitteilt, hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend den Landkreis neu in das Projekt aufgenommen. Bei dem Projekt werden Prozesse und
Netzwerkbildungen untersucht, die zur besseren Bewältigung des demografischen Wandels förderlich sein können. Durch die Teilnahme des Landkreises Havelland können die Vermittlung von Beratungsdienstleistungen
sowie weitere Dienstleistungen wie eine wissenschaftliche Begleitung in Anspruch genommen werden. Steineke freut sich: „Neben der Inanspruchnahme der Dienstleistungen, die dadurch winkt, kann der Landkreis Havelland direkt am eigenen Beispiel konzeptionell erfahren, wie
man am besten auf den demografischen Wandel reagiert,“ so der Abgeordnete. wil

12.04.2018 | Ruppiner Anzeiger 12.4.2018
Neuruppin/Dabergotz. Der Landes-CDU-Chef Ingo Senftleben wird bei seiner heutigen Tour durchs Ruppiner Land unter anderem um 13.30 Uhr die
Fleischerei Dülfer an der Neuruppiner Hermann-Riemschneider-Straße und um 15.40 Uhr die Wanego Kinder- und Jugendhilfe in Dabergotz besuchen. Danach
spricht er ein Grußwort beim Jahresempfang des Kreis-Parteiverbands im großen Festsaal der Ruppiner Kliniken.

Diese Seite in einem sozialen Netzwerk veröffentlichen:

  • Twitter
  • Facebook
  • MySpace
  • deli.cio.us
  • Digg
  • Folkd
  • Google Bookmarks
  • Yahoo! Bookmarks
  • Windows Live
  • Yigg
  • Linkarena
  • Mister Wong
  • Newsvine
  • reddit
  • StumbleUpon
CDU Deutschlands CDU-Mitgliedernetz Online spenden Deutscher Bundestag
Angela Merkel CDU.TV Newsletter CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag
Hermann Gröhe Angela Merkel bei Facebook Hermann Gröhe bei Facebook
© CDU Stadtverband Neuruppin  | Startseite | Impressum | Kontakt | Inhaltsverzeichnis | Realisation: Sharkness Media | 0.10 sec. | 72451 Besucher